Bungalow mit Walmdach

Wie sieht ein Bungalow mit Walmdach aus?

Wer sich beispielsweise für das Walmdach beim Bungalow entscheidet, kann dabei seinen eigenen Vorstellungen freien Lauf lassen. Meist werden L-förmige Winkelbungalows mit Walmdach ausgestattet, doch auch der klassische Bungalow lässt sich heute mit einem Walmdach versehen. Entscheidend ist lediglich, dass die Grundstücksfläche für den Bungalow ausreichend groß gewählt wird.

Bungalow mit Walmdach von Eco Systemhaus
Ein Bungalow mit Walmdach bietet immer die Möglichkeit das Dachgeschoss früher oder später auszubauen, ein großer Vorteil!

Der Bungalow mit Walmdach bietet dem Bewohner dann auch einige Besonderheiten und Vorteile, die wir im Folgenden kurz aufzeigen wollen:

 

  • Ebenerdige Bauweise = Barrierefreiheit und hoher Wohnkomfort bis ins hohe Alter
  • Walmdach erhöht die Stabilität des gesamten Hauses
  • Der Platzbedarf kann, ein ausreichendes Grundstück vorausgesetzt, auch mit der eingeschossigen Bauweise realisiert werden
  • Im Bungalow ist eine besondere Nähe zur Natur und dem Garten gegeben
  • Das Walmdach schützt vor Wind und Wetter besser als ein Flachdach

 

Mit dem Walmdach kann man aufgrund der geneigten Dachfläche zudem erneuerbare Energien, wie etwa eine Photovoltaikanlage nutzen und natürlich bietet sich das überstehende Walmdach als ideale Überdachung für eine Terrasse an. Mit Hilfe von einer oder mehreren Säulen lässt sich zudem das optische Gesamtbild im Außenbereich anpassen. Zusätzlich erhöhen diese Säulen die ohnehin hohe Stabilität des Walmdachs noch weiter.

 

Was muss man zum Walmdach beim Bungalow wissen?

Wer sich für den Bungalow mit Walmdach interessiert, sollte sich aber zuallererst mit dem Walmdach an sich befassen. Es zeichnet sich vor allem durch seine geneigten Flächen an den Giebelseiten aus. Diese Dachflächen werden als Walm bezeichnet. Zudem gibt es beim Walmdach noch einige Sonderformen.

 

  1. Krüppelwalm oder Schopfwalm – Walm reicht von der Länge her nicht vom Dachfirst bis auf die Traufe der Seitenfläche herunter.
  2. Fußwalm – im oberen Teil gibt es einen senkrechten, dreieckigen Teil, an dessen unterem Teil sich eine schräge Dachfläche anschließt. Sie endet auf der Traufhöhe der Seitenflächen des Dachs.
  3. Niedersachsengiebel – die Giebelseiten weisen geneigte Dachflächen auf, die nicht über die gesamte Höhe reichen. Der Walm ist eher mittig angeordnet. Aufgrund vieler Nachteile dieser Walmdach-Form ist sie heute aber kaum noch gebräuchlich.

 

Warum eignet sich das Walmdach für den Bungalow?

Das typische Merkmal eines Bungalows ist die eingeschossige Bauweise. Allerdings gibt es mittlerweile auch Bungalows mit Unterkellerung oder ausgebautem Dachgeschoss. Werden im Dachgeschoss komplette Raumhöhen erreicht, so entfällt jedoch die Voraussetzung für die Bezeichnung des Hauses als Bungalow. Mit dem Walmdach geschieht genau dies nicht, denn die beiderseitig angeordneten Giebel schränken die Wohnfläche ein. Geringe Raumhöhen dürfen deshalb bei der Berechnung der Wohnfläche nur teilweise angesetzt werden und können daher dafür sorgen, dass der Bungalow seinen Namen behalten darf.

 

So entsteht zusätzlicher Lagerraum oder auch ein kleiner Hobbybereich im Dachgeschoss, der mit einem Flachdach gar nicht möglich wäre. Zudem bietet sich durch das Walmdach die Möglichkeit, eine Photovoltaikanlage effektiv zu nutzen, und zwar sogar effektiver als es beim klassischen Satteldach der Fall wäre. Dieses bietet nämlich nur zwei Seiten, die mit den Solarmodulen belegt werden können. Sind dagegen voll ausgebildete Walme am Dach realisiert, können alle vier Seiten des Dachs mit Solarzellen belegt werden.

Auch hier kann es sich lohnen, schon bei der Planung des Hausbaus über die optimale Ausrichtung des Bungalows nachzudenken. Ist diese günstig gewählt, lassen sich sogar mehrere Dachflächen parallel nutzen. Beispielhaft wäre hier folgende Nutzung mit solarer Energie denkbar:

 

  • Größere Dachfläche mit Photovoltaikmodulen bestücken und zur Stromerzeugung nutzen.
  • Kleinere Dachfläche (z. B. den Walm) mit solarthermischen Paneelen bestücken, die der Unterstützung der Heizung und Warmwasserbereitung dienen.

 

So ließen sich Heiz- und Stromkosten deutlich senken. Außerdem würde der Eigenheimbesitzer wesentlich unabhängiger von den großen Anbietern am Markt werden, die ihre Monopolstellung oft ausnutzen.

Ebenso ist das Walmdach eine Überlegung wert, wenn man im Bungalow auf eine Holzheizung setzt. Das Brennmaterial Holz muss schließlich vor Wind und Wetter geschützt gelagert werden. Die Überziehung der Dachflächen beim Walmdach ist vor allem bekannt für ihren konstruktiven Bautenschutz. Allerdings kann diese auch bis zum Boden reichen. Dadurch würde ein zusätzlicher, optimal geschützter Platz für die Holzvorräte der Holzheizung geschaffen werden. Der überdachte Stauraum beim Bungalow könnte alternativ aber genauso für die witterungsgeschützte Unterbringung von Fahrrädern oder Gartengeräten genutzt werden. So könnte beispielsweise auf ein zusätzliches Gartenhaus verzichtet werden. Da dieses zur bebauten Fläche zählt, welche durch die Grundflächenzahl (GRZ) beschränkt ist, ließe sich der Bungalow möglicherweise auch auf einem kleineren Grundstück errichten oder er kann bei der Wohnfläche größer ausfallen.

Nicht zuletzt kann das Walmdach beim Bungalow genutzt werden, um zusätzliche Flächen im Freien zu überdachen. Damit wäre beispielsweise eine überdachte Terrasse möglich. Gerade an lauen Sommerabenden ist es für viele ein Muss, den Feierabend im Freien zu verbringen. Unangenehm wird dies meist, wenn ein plötzlicher Schauer die Stimmung vermiest. Doch mit der überdachten Terrasse dank Walmdach stört dieser nicht mehr und man kann die Zeit trotzdem im Freien genießen.