Den eigenen Bungalow auf den Sommer vorbereiten – so geht’s

In der Vergangenheit war es in unseren Breitengraden so, dass der Sommer eher eine simple Jahreszeit darstellte, ein Liegestuhl, sowie der Grill wurden herausgesucht und die Sommerzeit konnte beginnen. Gerade die beiden letzten Jahre haben es aber gezeigt: Es wird warm. Oftmals auch viel zu trocken, während an manchen Orten Starkregen niederkommt. Und wer einen Flachdach-Bungalow hat, der dürfte in den vergangenen Sommern gemerkt haben, dass Vorbereitung künftig notwendig ist. Aber was ist allgemein wichtig? Dieser Artikel schaut sich das einmal an.

Abbildung 1: Ungebetene Gäste im Sommer: Ein Insektenschutz ist mehr als sinnvoll. Bildquelle: @ Erop Kameneb / Unsplash.com

Schutz vor Insekten: Wichtiger denn je

Aktuell wird zwar eher über das Corona-Virus gesprochen, doch auch die Stechmücken im Sommer sind längst problematisch geworden. Sie können Krankheiten übertragen, da sich vermehrt Mücken aus anderen Breitengraden hier niederlassen. Zudem klagen immer mehr Menschen darüber, dass die Stiche simpler Mücken größere Pusteln zum Vorschein bringen. Aber auch diejenigen, die von Stichen nicht geplagt sind, kennen einen sehr wichtigen Grund, weshalb Mücken nicht ins Haus gehören: das Summen. Wie lässt sich das widerrechtliche Eindringen vermeiden?

  • Günstigste Lösung – die simplen Fliegengitter sind natürlich weiterhin eine Lösung. Vor dem Anbringen muss der innere Fensterrahmen ordentlich gereinigt und von Fett befreit werden, damit der Klett-Klebestreifen hält. Nun wird das gaze-ähnliche Fliegengitter angebracht. Der Vorteil dieser Lösung ist, dass sie gerade bei vielen Fenstern günstig ist. Die Nachteile sind hingegen, dass das Anbringen komplizierter ist, als es zuerst wirkt, zudem ist die Haltbarkeit des Schutzes sehr beschränkt.
  • Klemmgitter – diese Lösung setzt sich immer häufiger durch und ist teils sogar in Discountern zu finden. Die Klemmgitter werden ohne Bohren in den Fensterrahmen eingesetzt und halten doch wahlweise mit Klemmen oder durch den Gegendruck. Der Klemmrahmen ist mit einem festen Fliegengitter bespannt, das wesentlich haltbarer ist als ein übliches Fliegennetz. Je nach Hersteller und Eigenschaft gibt es diese Lösungen sogar in der »katzensicheren Form«. Das eingespannte Gitter hält somit auch Katzenkrallen aus. Auch eine Insektenschutztür ohne Bohren ist heute problemlos möglich.
  • Fest montierte Gitter – das ist die dritte Lösung, die jedoch ihren Preis hat. Diese Gitter werden fest vor das Fenster gesetzt und mit dem Rahmen oder Mauerwerk verschraubt. Das Gitter selbst besteht aus Aluminium, wobei es auch weitere Materialien gibt.

Es sollten allerdings nie allein die Fenster gesichert werden. Gerade die Terrassentür ist ein beliebter Eintrittspunkt für »Flugvieh« aller Art. In den Rahmen eingesetzte Türen mit Scharnier helfen dem größten Problem ab.

Die nächste Dürre kommt bestimmt

Bislang traf es nur wenige Landkreise oder Regionen: das Verbot, das Auto zu waschen oder den Garten zu wässern. Doch ohne das Verbot geht der Sommer für Gartenbesitzer ins Geld, denn muss der Garten ständig mit Trinkwasser bewässert werden, so zeigt sich dieser Fakt deutlich auf der nächsten Abrechnung. Aber wie lässt sich der Garten auf die Trockenzeit vorbereiten?

  • Regenwasser – es sollte ohnehin gesammelt werden. Können die Blumen mit aufgefangenem Regenwasser gegossen werden, sinkt die Wasserrechnung. Wichtig ist nur, die richtige Regentonne zu wählen. Offene Tonnen, in denen sich Blütenstaub, Insektenlarven oder Blätter sammeln können, neigen dazu, im Sommer nicht nur Mückenschwärme zu produzieren, sondern auch dazu, dass das Wasser in ihren umschlägt.
  • Pflanzen – wer den Garten neu bepflanzt, der sollte allgemein auf Gewächse achten, die auch längere Hitze- und Trockenperioden überstehen.
  • Erde – es lohnt sich, allgemein die Erde in den Beeten zu überdenken. Es gibt viele Lösungen, die über eine längere Zeit Feuchtigkeit speichern, sodass die Erde nicht zu schnell austrocknet. Auch das Anlegen von schattigen Plätzen hilft gegen das Austrocknen.

Von Steingärten sollte abgesehen werden. Einige Regionen verbieten diese bereits. Sie sind zwar pflegeleicht, doch erhitzen sich die Steine wesentlich mehr als Erde oder Rasenflächen. Dies spüren auch die Bewohner des zum Steingarten gehörenden Hauses. Die Steine geben die Hitze noch bis tief in die Nacht ab.

Ein Problem stellen Kübelpflanzen dar. Da die Pflanze an sich keine tiefen Wurzeln entwickeln kann, ist sie auf häufiges Gießen angewiesen. Hier kann aber schon ein einfacher Trick helfen: Einfach eine volle Wasserflasche kopfüber in die Erde setzen.

Raumklima verbessern

Im ersten Schritt sollte die Dämmung des Hauses überprüft werden. Ist es ohnehin notwendig, die Fassaden und das Dach neu zu dämmen? In diesem Fall ist jetzt der späteste Zeitpunkt, um noch eine Firma zu beauftragen, sodass diese im Sommer kommt. Ansonsten gilt:

  • Pflanzen – Grünpflanzen verbessern das Raumklima und schenken neuen Sauerstoff. Gerade an sehr heißen Tagen fühlen sich die Räume gerne luftleer an, was Pflanzen natürlich verhindern können. Zugleich haben sie durchaus einen leichten Einfluss auf die Wärmeentwicklung.
  • Klimaanlagen – mitunter geht es nicht ohne. Gerade in Flachdachbungalows kann es in den Räumen sehr heiß werden. Allerdings sollten Klimaanlagen, wenn sie nicht einzeln aufgestellt werden, sehr gut geplant werden. Das bloße Anbringen an der Wand oder Decke führt gerne dazu, dass die Bewohner unter Kopfschmerzen oder auch der Sommergrippe leiden. Es kommt immer auf den Aufstellungsort an.
  • Ventilatoren – sie kühlen die Temperatur in einem Raum nicht wirklich herab, dennoch tragen sie dazu bei, das Raumklima zu verbessern. Den besten Effekt haben Ventilatoren, wenn sie mit einem feuchten Tuch abgedeckt werden. Durch die Feuchtigkeit sinkt die Temperatur der ausgestoßenen Luft nochmals herab.

Zudem sollten die Fenster in der Sommerhitze verschlossen werden. Es gibt längst smarte Rollladen, die auf die Sonneneinstrahlung reagieren und zusätzlich via App gesteuert werden können. Wer keine Rollladen hat, der kann mit isolierten Klemmrollos arbeiten. Zur Fensterseite hin haben sie eine Isolierschicht, die an Windschutzscheibenabdeckungen für Autos erinnert. Die Sonneneinstrahlung wird abgelenkt und die Hitze dringt nicht mehr in den Raum ein.

Abbildung 2: Den Boden auf eine eventuelle Dürre vorbereiten: Keine schlechte Idee. Bildquelle: @ Markus Spiske / Unsplash.com

Fazit – Umstellungen sind notwendig

Die meisten Ratschläge betreffen natürlich nicht nur Bungalowbesitzer, sondern Hausbesitzer und Mieter allgemein. Es sieht ganz so aus, als müssten wir uns auf heiße Sommer und deren Folgen einstellen. Aktuell ist der Winter wieder viel zu warm, was im Umkehrschluss bedeutet, dass Mücken und andere Insekten nicht absterben – oder sich jetzt schon in die Häuser verirren.